Fakten zur Weiterbildung

Weiterbildung: Einzelmodullehrgang aus B.A. Soziale Arbeit (Quellstudiengang: 169216c)

Kursart: Online-Vorlesung

Dauer: Vollzeit: 6 Monate / Teilzeit: 12 Monate

Wir bieten digitale Kursunterlagen an, um Ressourcen zu schonen und unseren Beitrag zum Umweltschutz zu leisten.

Niveau: Die Weiterbildung ist auf dem inhaltlichen Niveau eines Bachelor Studiengangs.
Eine Weiterbildung auf Bachelor-Niveau vermittelt grundlegende Kenntnisse und Fähigkeiten in einem bestimmten Fachbereich.
Zugangsempfehlungen: Studium oder Ausbildung im psychosozialen Arbeitsfeld (z.B. Soziale Arbeit, Sozialpädagogik, etc.)

Praxis-Austausch: Wöchentlich diskutieren Praxisexpert:innen mit Teilnehmenden aus verschiedenen Weiterbildungen aktuelle Fragestellungen, Tools und praktische Fallbeispiele in 90-minütigen Online-Veranstaltungen.

Kurs: DLBPGWBUC01
Systemische Beratung und Coaching
Fakten zum Modul

Modul: Systemische Beratung und Coaching (DLBPGWBUC1)

Niveau: Bachelor

Unterrichtssprache: Deutsch

Credits: 5 ECTS-Punkte
Äquivalent bei Anrechnung an der IU Internationale Hochschule.
Modulprüfung:
  • Examen, 90 Minuten
Kurse im Modul:
  • DLBPGWBUC01 (Systemische Beratung und Coaching)
Kursbeschreibung

Beratung als eine der pädagogischen Kernhandlungsformen gewinnt im aktuellen Industriezeitalter in allen Anwendungsbereichen an Relevanz. Hervorzuheben sind systemische…

Beratung als eine der pädagogischen Kernhandlungsformen gewinnt im aktuellen Industriezeitalter in allen Anwendungsbereichen an Relevanz. Hervorzuheben sind systemische Beratungsansätze, die sich meist zu einer reinen Fachberatung abgrenzen und einen ganzheitliche Prozessberatungsansatz verfolgen, in dem der lernende und sich entwickelnde Mensch im Mittelpunkt steht. Der Kurs bietet einen ersten Überblick über systemische Beratung und systemisches Coaching angefangen bei theoretischen Grundlagen, über Anwendungsfelder bis hin zu Anforderungen an Berater.

Die Inhalte ermöglichen den Studierenden Beratung sowohl theoretisch zu verorten, als auch sich theoretische Konzepte anzueignen, die für eine systemische Beratungshaltung unerlässlich sind. Hierzu zählen unter anderem die Systemtheorie und der Konstruktivismus. Darüber hinaus werden Spannungsfelder und Grenzen thematisiert, die eine Abgrenzung des Beraters im praktischen Handeln ermöglichen sollen.

Des Weiteren beschäftigen sich die Studierenden mit der Unterscheidung zwischen Prozess- und Fachberatung, verschiedenen Beratungsformen und -settings, sowie möglichen Zielgruppen und Anwendungsfeldern. Somit findet eine erste Annäherung an das Berufsfeld des Beraters statt.

Das systemische Coaching als eine Spezialform der Beratung wird gesondert betrachtet, insbesondere die Rolle des Coaches, Anlässe und Themen sowie das Phasenmodell des Coachingablaufes. Darüber hinaus lernen die Studierenden erste Methoden und Interventionsformen, wie zum Beispiel systemische Fragetechniken, Hypothesenbildung oder Reframing kennen.

Abschließend erhalten die Studierenden die Gelegenheit sich mit den Anforderungen an Berater und Coaches auseinander zu setzen und haben somit die Gelegenheit diese bezogen auf ihre eigene Persönlichkeit zu spiegeln. Die Beschäftigung mit einer grundlegenden systemischen Haltung sowie dem Werteverständnis eines Coaches runden den Kurs ab.

Kursinhalte
  1. Theoretische Grundlagen
    1. Beratung als pädagogische Handlungsform
    2. Spannungsfelder pädagogischer Beratung
    3. Personenzentrierte Systemtheorie
    4. Kybernetik
    5. Konstruktivismus
    6. Theorie sozialer Systeme
    7. Theorie autopoietischer Systeme
  2. Systemische Beratung
    1. Beratungsformen und -settings in der Pädagogik
    2. Zielgruppen
    3. Prozessberatung versus Fachberatung
    4. Grundannahmen
  3. Systemisches Coaching
    1. Coaching als Spezialform der Beratung
    2. Die Rolle des Coaches
    3. Anlässe und Themen
    4. Coaching-Phasen
  4. Anwendungsfehler
    1. Grenzen von Beratung und Coaching
    2. Kinder und Jugendliche
    3. Erwachsene und Organisationskontext
    4. Weitere Felder (Sport, Wissenschaft, private Kontexte etc.)
  5. Grundlegende Methoden und Interventionen
    1. Gesprächstechniken
    2. Aktives Zuhören
    3. Systemisches Fragen
    4. Hypothesenbildung
    5. Reframing
  6. Anforderungen an den Berater
    1. Fachwissen
    2. Soziale Kompetenzen
    3. Prozesskompetenzen
    4. Haltung und Werte

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Kurs: DLBSAWSSA01
Einführung: Sexualität in der Sozialen Arbeit
Fakten zum Modul

Modul: Einführung: Sexualität in der sozialen Arbeit (DLBSAWSSA1)

Niveau: Bachelor

Unterrichtssprache: Deutsch

Credits: 5 ECTS-Punkte
Äquivalent bei Anrechnung an der IU Internationale Hochschule.
Kurse im Modul:
  • DLBSAWSSA01 (Einführung: Sexualität in der Sozialen Arbeit)
Kursbeschreibung
Bis vor wenigen Jahren wurde Sexualität als Thema der Sozialen Arbeit in Disziplin und Profession nur wenig oder einseitig im Rahmen von Schutzinteressen verhandelt, zum Beispiel…
Bis vor wenigen Jahren wurde Sexualität als Thema der Sozialen Arbeit in Disziplin und Profession nur wenig oder einseitig im Rahmen von Schutzinteressen verhandelt, zum Beispiel im Rahmen der Aufarbeitung sexueller Missbrauchsfälle in pädagogischen Institutionen. Sexualität als Entwicklungsaufgabe von Menschen jeder Altersgruppe, sowie deren pädagogische Begleitung, wurden nur selten thematisiert. Dies mag einerseits an der Schwierigkeit liegen, Sexualität überhaupt wissenschaftlich greifbar und für die Soziale Arbeit nutzbar zu bestimmen. Andererseits ist hier sicherlich auch die gesellschaftliche Tabuisierung von Sexualität wirksam. Zuletzt konnten empirische Forschungsergebnisse jedoch zeigen, dass die Profession sich mit Sexualität auseinandersetzen sollte, um die Klient:innen einerseits zu schützen, aber andererseits auch in ihrer sexuellen Entwicklung zu unterstützen, oder zumindest nicht zu behindern. Gleichzeitig wurde deutlich, dass sexualitätsbezogene Unterstützungsproesse als voraussetzungsvoll gelten können, zum Beispiel weil Aspekte der Sexualität als intim wahrgenommen werden, und einer genaueren Betrachtung bedürfen. Der Kurs führt in das Thema Sexualität ein, zeigt die Bedeutung von Sexualität für unterschiedliche Klient:innen und in unterschiedlichen Arbeitsfeldern auf und skizziert die wichtigsten handlungspraktischen Herausforderungen.
Kursinhalte
  1. Sexualität
    1. Begriffsbestimmungen von Sexualität
    2. Sexuelle Gesundheit
    3. Sexualität im Lebenslauf
    4. Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt
    5. Sexualität und Gesellschaft
  2. Sexualität in der Sozialen Arbeit
    1. Die Bedeutung von Sexualität im Rahmen der Sozialen Arbeit
    2. Sexualität in der disziplinären und professionellen Historie der Sozialen Arbeit
    3. Sexualität in den Arbeitsfeldern der Sozialen Arbeit
    4. Empirische Forschung zu Sexualität in der Sozialen Arbeit
    5. Werte und Ziele des Umgangs mit Sexualität
  3. Handlungsmodalitäten und ihre theoretischen Rahmungen
    1. Sexualerziehung als Teil der Sozialen Arbeit
    2. Sexuelle Bildung als Teil der Sozialen Arbeit
    3. Sexualpädagogische Gruppenarbeit
    4. Sexualpädagogische Beratung als Teil der Sozialen Arbeit
    5. Sexualberatung als Teil der Sozialen Arbeit
    6. Die Gestaltung institutioneller Rahmenbedingungen
  4. Professionelle Herausforderungen
    1. Selbstreflexion
    2. Tabus – Türen öffnen
    3. Beziehungsgestaltung
    4. Kommunikationsgestaltung
    5. Umgang mit Scham und Intimität
    6. Individualisierung/Partizipation
    7. Schutz vs. Entwicklung
    8. Ressourcen- und Netzwerkarbeit
  5. Das Verhältnis von Sexualität und sexualisierter Gewalt
    1. Sexualisierte Gewalt – Sexualität?
    2. Gewaltpräventive Aspekte einer sexualitätsbewussten Sozialen Arbeit
Kurs: DLBSAWKMV01
Kinderschutz bei Kindesmisshandlung und -vernachlässigung
Fakten zum Modul

Modul: Kinderschutz bei Kindesmisshandlung und -vernachlässigung (DLBSAWKMV1)

Niveau: Bachelor

Unterrichtssprache: Deutsch

Credits: 5 ECTS-Punkte
Äquivalent bei Anrechnung an der IU Internationale Hochschule.
Modulprüfung:
  • Workbook
Kurse im Modul:
  • DLBSAWKMV01 (Kinderschutz bei Kindesmisshandlung und -vernachlässigung)
Kursbeschreibung

Mit der Einführung des § 8a SGB VIII wurde der Kinderschutz in Deutschland im Jahr 2005 gesetzlich neu normiert. Mit dem Bundeskinderschutzgesetz (2012) und dem Kinder- und…

Mit der Einführung des § 8a SGB VIII wurde der Kinderschutz in Deutschland im Jahr 2005 gesetzlich neu normiert. Mit dem Bundeskinderschutzgesetz (2012) und dem Kinder- und Jugendstärkungsgesetz (2021) wurden weitere rechtliche Grundlagen geschaffen, um den Schutz von Kindern und Jugendlichen zu verbessern. Insbesondere im Handlungsfeld der Kinder- und Jugendhilfe haben sich die Anforderungen und die Aufgabenstellungen von den frühen Hilfen als präventive Unterstützungsangebote bis hin zum Schutzauftrag beim Verdacht auf eine Kindeswohlgefährdung sowohl qualitativ als auch quantitativ stark erhöht. Die Arbeit im Kinderschutz erfordert ein kompetentes, sicheres und überlegtes Handeln in der Fallarbeit, darüber hinaus geeignete Strukturen und Verfahren innerhalb der Organisation und eine kooperative Gestaltung kommunaler Kinderschutzsysteme.

In dem Kurs steht neben der Vermittlung umfangreichen Grundlagenwissens das konkrete Handlungswissen zur Ausgestaltung der sozialpädagogischen Einschätzungs-, Beratungs-, Hilfe- und Unterstützungsprozesse im Fokus.

Kursinhalte
  1. Kindeswohl und Kindeswohlgefährdung
    1. Grundbedürfnisse von Kindern
    2. Formen und Häufigkeiten von Kindesmisshandlung und -vernachlässigung
    3. Überschneidungen verschiedener Misshandlungsformen
    4. Anzeichen einer Kindesmisshandlung -vernachlässigung
  2. Risiko- und Schutzfaktoren für Kindesmisshandlung und -vernachlässigung
    1. Risikofaktoren
    2. Schutzfaktoren
    3. Ein kritischer Blick auf gesellschaftliche Entwicklungen und belastete Lebenslagen
  3. Folgen von Kindesmisshandlung und -vernachlässigung
    1. Ein Überblick
    2. Verhalten und Erleben betroffener Kinder/Jugendlicher
    3. (Komplexe) Traumafolgestörungen
    4. Bindungsstörungen
  4. Rechtliche Rahmenbedingungen im Kinderschutz
    1. Allgemeine Grundlagen
    2. Der Schutzauftrag bei einer Kindeswohlgefährdung
    3. Die Inobhutnahme
    4. Familiengerichtliche Verfahren
    5. Strafrechtliche Verfahren
  5. Sozialpädagogisches Fallverstehen im Kinderschutz
    1. Lebenssituationen und Lebensgeschichten verstehen
    2. Psychosoziale Diagnostik
    3. Methoden zur Gefährdungseinschätzung
    4. Möglichkeiten und Grenzen von Gefährdungseinschätzungsbögen
    5. Non-suggestive Gesprächsführung und Dokumentation
  6. Hilfeprozesse gestalten
    1. Möglichkeiten und Grenzen „Früher Hilfen“
    2. Die Hilfen zur Erziehung im Kontext der Kindeswohlgefährdung
    3. Traumapädagogik in der stationären Erziehungshilfe
    4. Systemische Methoden zur Stärkung der Familie
    5. Sozialraumstärkung
  7. Partizipation im Kinderschutz
    1. Partizipation von Eltern
    2. Partizipation von Kindern und Jugendlichen
    3. Professioneller Umgang mit dem Dilemma: Kindeswille vs. Kindesschutz
    4. Die Arbeit mit unfreiwilligen Adressat:innen
  8. Kooperation im Kinderschutz
    1. Multiprofessionelle Kooperation: Aufgaben und Rollen
    2. Erfolgs- und Störfaktoren für Kooperation
  9. Fallbeispiele aus der Praxis
    1. Konkrete Handlungsabläufe
    2. Problemtische Kinderschutzverläufe: Aus Fehlern lernen
  10. Selbstfürsorge in der Kinderschutzarbeit
    1. Bedeutung der eigenen Biografie
    2. Arbeit mit traumatisierten Adressat:innen
    3. Achtsamer Umgang mit Überlastung
Kurs: DLBSAWKMV02
Seminar: Methodisches Handeln im Kinderschutz
Fakten zum Modul

Modul: Seminar: Methodisches Handeln im Kinderschutz (DLBSAWKMV2)

Niveau: Bachelor

Unterrichtssprache: Deutsch

Credits: 5 ECTS-Punkte
Äquivalent bei Anrechnung an der IU Internationale Hochschule.
Modulprüfung:
  • Seminararbeit
Kurse im Modul:
  • DLBSAWKMV02 (Seminar: Methodisches Handeln im Kinderschutz)
Kursbeschreibung
Für Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe und Berufsgeheimnisträger (gemäß §4 KKG) gelten gesetzlich geregelte Verfahrensschritte, im Falle der Wahrnehmung gewichtiger…
Für Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe und Berufsgeheimnisträger (gemäß §4 KKG) gelten gesetzlich geregelte Verfahrensschritte, im Falle der Wahrnehmung gewichtiger Anhaltspunkte einer Kindeswohlgefährdung. Um dem Verfahren zum Schutzauftrag bei einer Kindeswohlgefährdung gerecht werden zu können und auch darüber hinaus, professionell im Kinderschutz arbeiten zu können, bedarf es aufbauend auf einem allgemeinen Grundlagenwissen zum Thema Kinderschutz auch methodischer Fachkenntnisse, die in einem konzeptionell-theoretischen Überbau verortet sind. In diesem Kurs steht dieses praktische Handlungswissen im Fokus. Es wird der Frage nachgegangen wie gearbeitet werden kann, um eine Kindeswohlgefährdung zu erkennen, zu beurteilen und professionell zu handeln. Wie verhalte ich mich, wenn mir ein Kind berichtet, es werde von seinem Vater geschlagen? Wie führe ich schwierige Elterngespräche? Welche Handlungsschritte sollen eingehalten werden, wenn ich einen Verdacht auf eine Kindeswohlgefährdung wahrnehme? Wie können regionale Kooperationsnetzwerke geschaffen werden? Wie kann ich den Sozialraum aktivieren, um Kindeswohlgefährdungen vorzubeugen oder abzumildern? Welche lebensweltorientierten Hilfen können angeboten werden? Ein integraler Fokus auf die Förderung der methodischen Handlungskompetenzen ermöglicht den Studierenden, berufsbezogene Methoden kontinuierlich einzuüben, zu reflektieren und ihr professionelles Handeln weiterzuentwickeln.
Kursinhalte
  • Bereits seit der Einführung des § 8a (SGB VIII) im Jahr 2005 wurden verschiedene gesetzliche Rahmenbedingungen für einen verbesserten Kinderschutz in Deutschland geschaffen. Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe haben einen konkretisierten Schutzauftrag, der auf einem gesetzlich vorgegebenen Verfahren basiert, das bei der Wahrnehmung gewichtiger Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung einzuhalten ist. Darüber hinaus wurde der Schutzauftrag mit Inkrafttreten des Bundeskinderschutzgesetzes (2012) für bestimmte weitere Berufsgruppen (Berufsgeheimnisträger) wie zum Beispiel ÄrztInnen oder LehrerInnen konkretisiert. In der Praxis zeigen sich bezüglich des vorgeschriebenen Verfahrens und der konkreten methodischen Ausgestaltung häufig Unsicherheiten seitens der Fachkräfte. Vor diesem Hintergrund befasst sich dieser Kurs mit dem konkreten methodischen Vorgehen in Fällen, in denen das Kindeswohl gefährdet ist. Die Studierenden befassen sich wahlweise mit einer konkreten Methode, einem Verfahren oder einer Technik aus der Kinderschutzpraxis – auch dahinterstehende Konzepte können aufgegriffen, erörtert und kritisch diskutiert werden. Alternativ können auch unterschiedliche Methoden mit Blick auf ein bestimmtes Handlungsfeld herausgearbeitet und vorgestellt werden. Beispielsweise können Themen wie: Gefährdungsanalyse, kollegiale Fallberatung; Gesprächsführung mit betroffenen Kindern, Eltern; Arbeit mit Gefährdungseinschätzungsbögen; Genogrammarbeit; Einsatz einer Netzwerk-/Ressourcenkarte oder eines biographischen Zeitbalkens, Familienrat; Multifamilienarbeit, Fallwerkstätten oder interdisziplinäre Netzwerkarbeit aufgegriffen werden.
Kurs: DLBSAWPHSG01
Einführung in das Themenfeld „Sexualisierte Gewalt“
Fakten zum Modul

Modul: Einführung in das Themenfeld „Sexualisierte Gewalt“ (DLBSAWPHSG1)

Niveau: Bachelor

Unterrichtssprache: Deutsch

Credits: 5 ECTS-Punkte
Äquivalent bei Anrechnung an der IU Internationale Hochschule.
Kurse im Modul:
  • DLBSAWPHSG01 (Einführung in das Themenfeld „Sexualisierte Gewalt“)
Kursbeschreibung

Sexualisierte Gewalt ist keine Ausnahmeerscheinung, sondern ein gesamtgesellschaftliches Problem enormen Ausmaßes, das durch die Verbreitung im Internet grenzenlos verstärkt wird…

Sexualisierte Gewalt ist keine Ausnahmeerscheinung, sondern ein gesamtgesellschaftliches Problem enormen Ausmaßes, das durch die Verbreitung im Internet grenzenlos verstärkt wird. Das Dunkelfeld ist enorm – die meisten Taten werden weder aufgedeckt noch angezeigt. Fachkräfte der Sozialen Arbeit müssen über eine umfassende Wissensbasis und Handlungs- sowie Reflexionskompetenz verfügen, um sexualisierte Gewalt zu erkennen, den Betroffenen und den Menschen, die sexualisierte Gewalt begehen, professionelle Unterstützung anbieten zu können und in ihren Tätigkeitsfeldern im Sinne der Prävention grenzachtende Strukturen zu schaffen.

Dieser Kurs befasst sich mit dem komplexen Themenfeld „Sexualisierte Gewalt“. Neben der Vermittlung umfangreichen Fachwissens zum Themenbereich sexualisierte Gewalt wird in einem weiteren Schwerpunkt eine konkrete Handlungsorientierung für die Arbeit mit Fällen sexualisierter Gewalt gegeben.

Ziel ist es, die Handlungskompetenz der Studierenden in Bezug auf sexualisierte Gewalt zu stärken – sowohl in Bezug auf die Prävention als auch die Intervention.

Kursinhalte
  1. Einführung
    1. Begriffsklärung
    2. Grenzüberschreitung, sexueller Übergriff, sexueller Missbrauch
    3. Rechtliche Grundlagen
    4. Dokumentation
  2. Allgemeine Grundlagen
    1. Kontexte sexualisierter Gewalt
    2. Häufigkeit (Hell- und Dunkelfeld)
    3. Risiko- und Schutzfaktoren
    4. Täter:innenstrategien
    5. Folgen sexualisierter Gewalt
  3. Ausgewählte Vertiefungen
    1. Sexualisierte Gewalt durch Kinder und Jugendliche
    2. Sexualisierte Gewalt mittels digitaler Medien
    3. Sexualisierte Gewalt im pädagogischen Kontext
  4. Erklärungsansätze/-modelle
    1. Ursachen
    2. Voraussetzungen
    3. Chronifizierung des Tatverhaltens
  5. Erkennen und Handeln
    1. Disclosure (Offenlegungsprozess)
    2. Anzeichen sexualisierter Gewalt
    3. Vermutung und Verdacht
    4. Handlungsschritte
  6. Gesprächsführung
    1. Gesprächsführung mit betroffenen Kindern/Jugendlichen
    2. Gesprächsführung mit dem:der Beschuldigten
    3. Gesprächsführung mit den Eltern
  7. Kooperation
    1. Multiprofessionelle Kooperation: Aufgaben und Rollen
    2. Erfolgs- und Störfaktoren für Kooperation
  8. Präventive Handlungsansätze
    1. Professionalisierung von Fachkräften
    2. Institutionelle Schutzkonzepte
    3. Kindzentrierte Ansätze
    4. Täter:innenarbeit
  9. Selbstfürsorge in der Fallarbeit
    1. Bedeutung der eigenen Biografie
    2. Arbeit mit traumatisierten Adressat:innen
    3. Achtsamer Umgang mit Überlastung
Kurs: DLBSAWPHSG02
Projekt: Prävention und Intervention bei sexualisierter Gewalt
Fakten zum Modul

Modul: Projekt: Prävention und Intervention bei sexualisierter Gewalt (DLBSAWPHSG2)

Niveau: Bachelor

Unterrichtssprache: Deutsch

Credits: 5 ECTS-Punkte
Äquivalent bei Anrechnung an der IU Internationale Hochschule.
Kurse im Modul:
  • DLBSAWPHSG02 (Projekt: Prävention und Intervention bei sexualisierter Gewalt)
Kursbeschreibung
Um den Schutz vor sexualisierter Gewalt zu verbessern, bedarf es vielfältiger Maßnahmen auf unterschiedlichen Ebenen, die kontinuierlich weiterentwickelt werden müssen. Der Kurs…
Um den Schutz vor sexualisierter Gewalt zu verbessern, bedarf es vielfältiger Maßnahmen auf unterschiedlichen Ebenen, die kontinuierlich weiterentwickelt werden müssen. Der Kurs befasst sich mit eben diesen Maßnahmen und geht der Frage nach, welche unterschiedlichen Ansätze im Rahmen der Prävention und Intervention bei sexualisierter Gewalt eingesetzt werden können. Ziel ist es, Einblicke in die Bandbreite an Präventions- und Interventionsansätzen zu erhalten und sich vertieft mit einzelnen Maßnahmen auseinanderzusetzen, die auf einen besseren Schutz vor sexualisierter Gewalt abzielen.
Kursinhalte
  • Um den Schutz vor sexualisierter Gewalt zu optimieren, bedarf es vielfältiger Maßnahmen. Exemplarisch seien hier rechtliche Initiativen, die Implementierung des Themas in die Ausbildungs- und Studiengänge sozialer Berufe, der Abbau von missbrauchsbegünstigenden Strukturen in Institutionen, der Ausbau von kindzentrierten Präventionsansätzen, die flächendeckende Bereitstellung pädagogischer und therapeutischer Hilfsangebote für Betroffen und auch für TäterInnen (u.a. zur Verhinderung einer (Erst-)Täterschaft) und Ansätze zur Aufarbeitung bereits geschehener sexualisierter Gewalt angeführt.

    Der Kurs befasst sich sowohl mit Ansätzen zur Prävention als auch zur Intervention bei sexualisierter Gewalt. In Bezug auf die Prävention wird der Frage nachgegangen, welche Maßnahmen, Prozesse, Verfahrensabläufe und/oder Projekte umgesetzt werden können, um Grenzverletzungen, sexualisierte Übergriffen und sexuellem Missbrauch vorzubeugen und eine „Kultur des Hinsehens“ zu erzielen. Im Bereich der Intervention stehen Maßnahmen im Fokus, die sicherstellen sollen, dass konkrete Fälle sexualisierter Gewalt möglichst bald beendet werden, die negative Folgen für die Betroffenen abgemildert werden, spätere Reviktimisierungen verhindert werden, die Täter bzw. Täterinnen zukünftig keine weitere sexualisierte Gewalt mehr begehen und die Verantwortung für ihre Taten übernehmen.

    Die Studierenden wählen einen thematischen Schwerpunkt aus und legen dar, wie die entsprechenden Maßnahmen gestaltet sein müssen, um einen bestmöglichen Schutz vor sexualisierter Gewalt zu gewährleisten. Bezüge zu einem konkreten Handlungsfeld der Sozialen Arbeit sollen hergestellt werden.

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