Fakten zur Weiterbildung

Weiterbildung: Einzelmodullehrgang aus B.A. Soziale Arbeit mit Schwerpunkt Kinder und Jugendliche (Quellstudiengang: 1163324c)

Kursart: Online-Vorlesung

Dauer: Vollzeit: 4 Monate / Teilzeit: 8 Monate

Wir bieten digitale Kursunterlagen an, um Ressourcen zu schonen und unseren Beitrag zum Umweltschutz zu leisten.

Niveau: Die Weiterbildung ist auf dem inhaltlichen Niveau eines Bachelor Studiengangs.
Eine Weiterbildung auf Bachelor-Niveau vermittelt grundlegende Kenntnisse und Fähigkeiten in einem bestimmten Fachbereich.

Praxis-Austausch: Wöchentlich diskutieren Praxisexpert:innen mit Teilnehmenden aus verschiedenen Weiterbildungen aktuelle Fragestellungen, Tools und praktische Fallbeispiele in 90-minütigen Online-Veranstaltungen.

Kurs: DLBSAJSA101-01
Einführung in die Kinder- und Jugendhilfe
Fakten zum Modul

Modul: Einführung in die Kinder- und Jugendhilfe (DLBSAKJEKJH)

Niveau: Bachelor

Unterrichtssprache: Deutsch

Credits: 5 ECTS-Punkte
Äquivalent bei Anrechnung an der IU Internationale Hochschule.
Modulprüfung:
  • Examen, 90 Minuten
Kurse im Modul:
  • DLBSAJSA101-01 (Einführung in die Kinder- und Jugendhilfe)
Kursbeschreibung
Die Kinder- und Jugendhilfe organisiert – auf der Grundlage der im SGB VIII festgeschriebenen Leistungen und Aufgaben - eine soziale Infrastruktur, die Angebote der Betreuung…
Die Kinder- und Jugendhilfe organisiert – auf der Grundlage der im SGB VIII festgeschriebenen Leistungen und Aufgaben - eine soziale Infrastruktur, die Angebote der Betreuung, Erziehung und Bildung sowie des Schutzes, der Förderung und Beteiligung beinhaltet. In diesem Kurs werden einführend grundlegende Strukturen der Kinder- und Jugendhilfe vorgestellt. Im Rahmen dessen werden u.a. die unterschiedlichen Leistungsbereiche und „andere Aufgaben“, die im Kinder- und Jugendhilfegesetz (SGB VIII) verankert sind, überblickartig erläutert. Vertiefter wird auf die Handlungsfelder „Kinder- und Jugendarbeit“ und „Jugendsozialarbeit“ eingegangen – auch vor dem Hintergrund sich verändernder Erziehungs- und Sozialisationsbedingungen und den damit einhergehenden Herausforderungen im 21. Jahrhundert. Darüber hinaus werden zentrale theoretische Grundlagen für das professionelle sozialpädagogische Handeln in der Kinder- und Jugendhilfe vermittelt und abschließend aktuelle Diskurse skizziert.
Kursinhalte
  1. Grundlagen der Kinder- und Jugendhilfe
    1. Das Kinder- und Jugendhilfegesetz: ein Paradigmenwechsel
    2. Die vielfältigen Aufgaben der Kinder- und Jugendhilfe – ein Überblick
    3. Trägerstrukturen und Organisationsformen
    4. Ausgaben und Personalentwicklung
  2. Aufwachsen im 21. Jahrhundert
    1. Zum Verhältnis privater und öffentlicher Verantwortung
    2. Herausforderungen für junge Menschen
  3. Das Handlungsfeld „Kinder- und Jugendarbeit“
    1. Funktion und sozialpädagogischer Auftrag
    2. Handlungsanforderungen an die Akteur:innen
    3. Spannungsfelder im Handlungsfeld
    4. Entwicklungsperspektiven
  4. Das Handlungsfeld „Jugendsozialarbeit“
    1. Funktion und sozialpädagogischer Auftrag
    2. Handlungsanforderungen an die Akteur:innen
    3. Spannungsfelder im Handlungsfeld
    4. Entwicklungsperspektiven
  5. Handlungsleitende theoretische Grundlagen
    1. Systemisches Denken und Handeln
    2. Lebensweltorientierung
    3. Lebensbewältigung
    4. Empowerment
    5. Sozialraumorientierung
  6. Aktuelle Diskurse

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Kurs: DLBKPWHFKS01
Frühe Hilfen und Kinderschutz
Fakten zum Modul

Modul: Frühe Hilfen und Kinderschutz (DLBKPWHFKS1)

Niveau: Bachelor

Unterrichtssprache: Deutsch

Credits: 5 ECTS-Punkte
Äquivalent bei Anrechnung an der IU Internationale Hochschule.
Modulprüfung:
  • Examen, 90 Minuten
Kurse im Modul:
  • DLBKPWHFKS01 (Frühe Hilfen und Kinderschutz)
Kursbeschreibung

Frühe Hilfen und Kinderschutz werden im Kurs inhaltlich in zweierlei Hinsicht thematisiert. Einerseits die präventive Arbeit der Frühen Hilfen, mittels derer…

Frühe Hilfen und Kinderschutz werden im Kurs inhaltlich in zweierlei Hinsicht thematisiert. Einerseits die präventive Arbeit der Frühen Hilfen, mittels derer Kindeswohlgefährdungen vorgebeugt werden soll; andererseits die Initiativen, die im Falle einer Kindeswohlgefährdung notwendig werden würden.

Im Kurs werden die Frühen Hilfen und der Kinderschutz im Handlungsfeld der Kinder- und Jugendhilfe verortet und methodische und gesetzliche Grundlagen erläutert.

Gegenstand des Kurses ist außerdem auch die Bedeutung dieser Hilfen im Kontext einer gesellschaftlichen Veränderung, die Auswirkungen hat auf die Bedeutung und die Aufgaben der Familie heute und in Zukunft.

Letztlich werden Hintergründe vermittelt, die für den Bedarf Früher Hilfen typisch und ursächlich sind. Es werden Handlungsmaximen erläutert, die für das Einschätzen von Kinderschutzfällen essentiell sind.

Kursinhalte
  1. Die Kinder- und Jugendhilfe im Überblick
    1. Frühe Hilfen als Teilgebiet der Kinder- und Jugendhilfe
    2. Kinderschutz als Aufgabe der Kinder- und Jugendhilfe
    3. Kooperationsangebote im Kontext der Frühen Hilfen und des Kinderschutzes
  2. Rechtliche Aspekte der Kinder- und Jugendhilfe
    1. Gesetzliche Grundlagen der Frühen Hilfen
    2. Gesetzliche Grundlagen im Kontext Kinderschutz
  3. Gesellschaftliche Veränderung und Auswirkungen auf die Kinder- und Jugendhilfe
    1. Die Familientradition gestern und heute
    2. Konsequenzen aus veränderter Familientradition für die Kinder- und Jugendhilfe
    3. Konsequenzen insbesondere für die Frühen Hilfen und den Kinderschutz
    4. Ausblick: Zukünftige Veränderungen der Familientradition und mögliche Auswirkungen auf die Kinder- und Jugendhilfe
  4. Methodische Grundlagen
    1. Methodische Querschnittsaspekte der Kinder- und Jugendhilfe
    2. Methodische Bausteine im Kontext Früher Hilfen
    3. Methodische Aspekte im Kontext des Kinderschutzes
  5. Forschungsstand Frühe Hilfen und Kinderschutz
    1. Statistische Daten
    2. Forschungsergebnisse
    3. Zentrale Theorieaspekte
  6. Praxisbeispiele
    1. Fallbeispiel Frühe Hilfen
    2. Fallbeispiel Kinderschutz
    3. Fallbeispiel Inobhutnahme
Kurs: DLBSAWKMV01
Kinderschutz bei Kindesmisshandlung und -vernachlässigung
Fakten zum Modul

Modul: Kinderschutz bei Kindesmisshandlung und -vernachlässigung (DLBSAWKMV1)

Niveau: Bachelor

Unterrichtssprache: Deutsch

Credits: 5 ECTS-Punkte
Äquivalent bei Anrechnung an der IU Internationale Hochschule.
Modulprüfung:
  • Workbook
Kurse im Modul:
  • DLBSAWKMV01 (Kinderschutz bei Kindesmisshandlung und -vernachlässigung)
Kursbeschreibung

Mit der Einführung des § 8a SGB VIII wurde der Kinderschutz in Deutschland im Jahr 2005 gesetzlich neu normiert. Mit dem Bundeskinderschutzgesetz (2012) und dem Kinder- und…

Mit der Einführung des § 8a SGB VIII wurde der Kinderschutz in Deutschland im Jahr 2005 gesetzlich neu normiert. Mit dem Bundeskinderschutzgesetz (2012) und dem Kinder- und Jugendstärkungsgesetz (2021) wurden weitere rechtliche Grundlagen geschaffen, um den Schutz von Kindern und Jugendlichen zu verbessern. Insbesondere im Handlungsfeld der Kinder- und Jugendhilfe haben sich die Anforderungen und die Aufgabenstellungen von den frühen Hilfen als präventive Unterstützungsangebote bis hin zum Schutzauftrag beim Verdacht auf eine Kindeswohlgefährdung sowohl qualitativ als auch quantitativ stark erhöht. Die Arbeit im Kinderschutz erfordert ein kompetentes, sicheres und überlegtes Handeln in der Fallarbeit, darüber hinaus geeignete Strukturen und Verfahren innerhalb der Organisation und eine kooperative Gestaltung kommunaler Kinderschutzsysteme.

In dem Kurs steht neben der Vermittlung umfangreichen Grundlagenwissens das konkrete Handlungswissen zur Ausgestaltung der sozialpädagogischen Einschätzungs-, Beratungs-, Hilfe- und Unterstützungsprozesse im Fokus.

Kursinhalte
  1. Kindeswohl und Kindeswohlgefährdung
    1. Grundbedürfnisse von Kindern
    2. Formen und Häufigkeiten von Kindesmisshandlung und -vernachlässigung
    3. Überschneidungen verschiedener Misshandlungsformen
    4. Anzeichen einer Kindesmisshandlung -vernachlässigung
  2. Risiko- und Schutzfaktoren für Kindesmisshandlung und -vernachlässigung
    1. Risikofaktoren
    2. Schutzfaktoren
    3. Ein kritischer Blick auf gesellschaftliche Entwicklungen und belastete Lebenslagen
  3. Folgen von Kindesmisshandlung und -vernachlässigung
    1. Ein Überblick
    2. Verhalten und Erleben betroffener Kinder/Jugendlicher
    3. (Komplexe) Traumafolgestörungen
    4. Bindungsstörungen
  4. Rechtliche Rahmenbedingungen im Kinderschutz
    1. Allgemeine Grundlagen
    2. Der Schutzauftrag bei einer Kindeswohlgefährdung
    3. Die Inobhutnahme
    4. Familiengerichtliche Verfahren
    5. Strafrechtliche Verfahren
  5. Sozialpädagogisches Fallverstehen im Kinderschutz
    1. Lebenssituationen und Lebensgeschichten verstehen
    2. Psychosoziale Diagnostik
    3. Methoden zur Gefährdungseinschätzung
    4. Möglichkeiten und Grenzen von Gefährdungseinschätzungsbögen
    5. Non-suggestive Gesprächsführung und Dokumentation
  6. Hilfeprozesse gestalten
    1. Möglichkeiten und Grenzen „Früher Hilfen“
    2. Die Hilfen zur Erziehung im Kontext der Kindeswohlgefährdung
    3. Traumapädagogik in der stationären Erziehungshilfe
    4. Systemische Methoden zur Stärkung der Familie
    5. Sozialraumstärkung
  7. Partizipation im Kinderschutz
    1. Partizipation von Eltern
    2. Partizipation von Kindern und Jugendlichen
    3. Professioneller Umgang mit dem Dilemma: Kindeswille vs. Kindesschutz
    4. Die Arbeit mit unfreiwilligen Adressat:innen
  8. Kooperation im Kinderschutz
    1. Multiprofessionelle Kooperation: Aufgaben und Rollen
    2. Erfolgs- und Störfaktoren für Kooperation
  9. Fallbeispiele aus der Praxis
    1. Konkrete Handlungsabläufe
    2. Problemtische Kinderschutzverläufe: Aus Fehlern lernen
  10. Selbstfürsorge in der Kinderschutzarbeit
    1. Bedeutung der eigenen Biografie
    2. Arbeit mit traumatisierten Adressat:innen
    3. Achtsamer Umgang mit Überlastung
Kurs: DLBSAWTP01
Grundlagen der Traumapädagogik
Fakten zum Modul

Modul: Grundlagen der Traumapädagogik (DLBSAWTP1)

Niveau: Bachelor

Unterrichtssprache: Deutsch

Credits: 5 ECTS-Punkte
Äquivalent bei Anrechnung an der IU Internationale Hochschule.
Modulprüfung:
  • Examen, 90 Minuten
Kurse im Modul:
  • DLBSAWTP01 (Grundlagen der Traumapädagogik)
Kursbeschreibung
Die Traumapädagogik, als eine dem Namen nach junge pädagogische Fachdisziplin, fokussiert die pädagogische Arbeit mit traumatisierten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Sie…
Die Traumapädagogik, als eine dem Namen nach junge pädagogische Fachdisziplin, fokussiert die pädagogische Arbeit mit traumatisierten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Sie wird mittlerweile in vielfältigen pädagogischen Arbeitsfeldern diskutiert, ist jedoch in und aus der stationären Erziehungshilfe entstanden und kann somit für die Soziale Arbeit als besonders relevant erachtet werden. Theoretisch integriert sie unterschiedliche Wissensbestände zum Thema Trauma und überträgt diese in die pädagogische Arbeit, und entwickelt hieraus u.a. spezifische methodische Herangehensweisen, wie etwa den „sicheren Ort“. Relevante Grundlagen bilden zum Beispiel die Traumaforschung, Therapieforschung sowie die Bindungstheorie. Als Ziel der praktischen Traumapädagogik gilt die emotionale und soziale Stabilisierung der Klient:innen. Der Kurs führt in diesen pädagogischen Ansatz ein.
Kursinhalte
  1. Einführung
    1. Begriffsklärungen Trauma und Traumapädagogik
    2. Kernideen der Traumapädagogik anhand eines Fallbeispiels
    3. Entstehung der Traumapädagogik
    4. Empirische Erkenntnisse zur Traumapädagogik
    5. Ethische Fragen der Traumapädagogik
    6. Grenzen und Kritik der Traumapädagogik sowie ihrer Bezugstheorien
  2. Theoretische Bezüge und ihre Bedeutung für die Traumapädagogik
    1. Traumaforschung
    2. Pädagogische Bezüge
    3. Bindungstheorie
    4. Resilienzforschung
    5. Konzepte der Psychotherapie (z.B. Übertragung und Gegenübertragungen)
  3. Arbeitsfelder und Zielgruppen der Traumapädagogik
    1. (Teil-)stationäre Kinder- und Jugendhilfe
    2. Kindertageseinrichtungen
    3. Schule
    4. Familie
    5. Psychiatrie
    6. Menschen mit Behinderung
    7. Flucht und Migration
  4. Methoden und Techniken der Traumapädagogik
    1. Kernthemen traumapädagogischen Handelns
    2. Traumapädagogische Diagnostik und Fallverstehen
    3. Traumazentrierte Fachberatung
    4. Psychoedukation
    5. Biografiearbeit
    6. Beziehungen und Bindungen
    7. Arbeit mit der Gruppe
    8. Beteiligung
    9. Vernetzungsarbeit
  5. Fachkräfte
    1. Institutionelle Rahmenbedingungen
    2. Kompetenzen der Mitarbeiter:innen
    3. Belastungsfaktoren
    4. Psychohygiene/Selbstfürsorge

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