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Welcher Beruf passt zu mir?

Tipps | 5 Min. Lesezeit
20.12.2022
Von Sinja Burgemeister

Zielstrebig zum Traumjob  

Vor einer beruflichen Veränderung, einer Weiterbildung oder dem Festlegen neuer Karriereziele steht eine Frage im Vordergrund: Welcher Beruf passt zu mir? Um diese Frage zu beantworten, ist es wichtig die eigenen Ziele und Wünsche zu definieren. Und die Frage strukturiert anzugehen. Denn ohne eine klare Vorstellung von dem Zukunftsjob, der wirklich glücklich macht, kann dieser nur schwer durch gezielte Maßnahmen erreicht werden. Doch was hilft dabei, die Frage zu beantworten?  

Eine existentielle Frage: Welcher Beruf passt zu mir?

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Unabhängig davon, wo Personen beruflich stehen. Ob direkt nach dem Schulabschluss, nach dem Studium oder mitten im Berufsleben – die Frage „Welcher Beruf passt zu mir“ ist die wohl ausschlaggebendste Frage, um beruflich glücklich zu werden. Sich diese Frage und der Antwort zu stellen ist mutig - und dafür ist es nie zu spät. Schließlich verändern sich die Ansprüche an den Beruf. Aber auch die persönlichen Werte verändern sich mit der Zeit. Es kommt also nicht selten vor, dass sich auch Arbeitnehmende die Frage nach dem passenden Beruf stellen. Insbesondere dann, wenn der bisher ausgeübte Job wenig Zukunftsaussichten bietet oder schlichtweg einfach keinen Spaß mehr macht.  

Damit die Frage „Welcher Beruf passt zu mir“ auch so beantwortet werden kann, dass eine sinnvolle Job-Empfehlung dabei herauskommt, gibt es ein paar hilfreiche Fragen und Ansätze. Wenn diese mit Bedacht beantwortet und die eigenen Ziele definiert werden, kann ein Wunschberuf gefunden werden. Der durch lebenslanges Lernen und Engagement auch erreicht werden kann.  

Der erste Schritt: Die Stärken-Schwächen-Analyse

Kompetenzen, Charaktereigenschaften und Wertvorstellungen: Diese Aspekte müssen auf der Suche nach dem richtigen Beruf bedacht werden. Dabei spielen die Soft Skills eine genauso wichtige Rolle wir die Hard Skills. Denn bei jeder Arbeitsstelle kommt es sowohl auf Fachkenntnisse und Fähigkeiten auf der einen als auch auf soziale Kompetenz und persönliche Eigenschaften auf der anderen Seite an. Und nur wenn diese Aspekte mit dem Anforderungsprofil des Zukunftsjobs übereinstimmen, kann ein Beruf gefunden werden der zufrieden macht. Und nur dann, entsteht Spaß und Erfolg. Wie sieht also eine Stärken-Schwächen-Analyse aus?  

Wir beginnen mit den Fragen zu den Soft Skills. Also den Eigenschaften, die Dich persönliche ausmachen und mit Deinen Charaktereigenschaften en verbunden sind. Und fahren mit Fragen zu Deinen Hardskills fort: Deinen Fachkenntnissen und erlernten Fähigkeiten in der beruflichen Praxis. 

  • Deine Softskills: Die Stärken
    1. Wofür bekomme ich hohe Anerkennung von meinen Mitmenschen? 
    2. Was macht mir Spaß? 
    3. Womit kann ich anderen behilflich sein? 
    4. Mit welchen Menschen komme ich besonders gut klar? 
    5. Was zeichnet solche Personen aus? 
    6. Welche Situationen machen mir Freude?   
  • Deine Softskills: Die Schwächen
    1. Wann habe ich schlechte Laune? 
    2. Was macht mir keinen Spaß? 
    3. Welche Mitmenschen finde ich besonders anstrengend? 
    4. Kann ich Konfliktsituationen dann auflösen? 
    5. Welche persönliche Eigenart behindert mich? 
    6. Wäre ich bereit, Zeit und Energie in eine Änderung zu investieren?  
  • Deine Hardskills: Die Stärken
    1. Was liegt mir besonders, was fällt mir leicht? 
    2. Worin bin ich gut? 
    3. Welche Erfolge kann ich verzeichnen? 
    4. In welchem Bereich bin ich Expert:in? 
    5. In welchem Bereich und welchen Situationen kann ich das Fachwissen anwenden? 
  • Deine Hardskills: Die Schwächen
    1. Was fällt mir besonders schwer? 
    2. Welche Misserfolge gab es? 
    3. Welchen Anteil hatte ich beziehungsweise meine Arbeit daran? 
    4. Welche Kenntnisse würde ich gerne noch ausbauen? 
    5. Bringt es mich beruflich voran, wenn ich diese ausbaue? 

Sechs Fragen. Ein Ziel.

Wir kommen der Antwort auf die Frage „Welcher Beruf passt zu mir?“ immer näher. Auf Basis der persönlichen Stärken-Schwächen-Analyse lässt sich nun aufbauen. Wenn die die letzte Frage „Bringt es mich beruflich voran, wenn ich meine Kenntnisse ausbaue?“ mit ja du beantwortet hast, solltest Du Dich fragen, welche Kenntnisse Du genau ausbauen möchtest. Und wo Du Dich aufgrund Deiner erkannten Stärken und Schwächen in Zukunft beruflich siehst. Um deine Karriere-Ziele klar zu definieren, haben wir sechs Fragen zur Orientierung zusammengestellt.   

1. WELCHES THEMENGEBIET WECKT DEIN INTERESSE? 

Welches Wissen hast Du Dir im Laufe deines Lebens angeeignet? Hier zählt sowohl beruflich wie privat erworbenes Wissen. Fokussiere Dich dabei auf Themengebiete und Dinge, über die Du viel weißt und die Dich tatsächlich interessieren. Mit welchen Themen sollten in Zukunft Teil Deines Arbeitstags sein? 

2. WAS MOTIVIERT DICH BERUFLICH?  

Denk an Situationen in der Vergangenheit, in denen Du besonders motiviert warst? Und was war der Grund für Deine Motivation? Wenn Du weißt, was Dich motiviert, sollte dieser Faktor auch in Deinem angestrebten Job vorhanden sein. Denn nur wenn Du motiviert bist, kannst du auf Dauer gute Leistungen erbringen.  

3. WAS IST DIR IM JOB WICHTIG? 

Hier geht es um Deine Werte und Anliegen. Sollte Dir Freiheit und Unabhängigkeit sehr wichtig sein, sollte Dir Dein Zukunftsjob diese Flexibilität auch gewährleisten. Denn Werte sind ein wichtiger Motivationsfaktor. Je besser Deine Wertvorstellungen mit Deinem Job vereinbar sind, desto glücklicher bist Du beruflich.  

4. MIT WELCHEN MENSCHEN ARBEITEST DU GERN ZUSAMMEN? 

Denk bei dieser Frage primär an verschiedene Branchen. Das gilt besonders dann, wenn die Tätigkeit, die Du Dir in Zukunft vorstellen kannst, in vielen Branchen benötigt wird. Zum Beispiel finden Buchhalter:innen in einer Werbeagentur ein anderes Umfeld vor als in einer Wirtschaftskanzlei.  

5. UNTER WELCHEN RAHMENBEDINGUNGEN MÖCHTEST DU GERNE ARBEITEN? 

Arbeitest du gern Voll- oder Teilzeit? Liebst Du die Abwechslung oder die Gewohnheit?  Kannst Du gut alleine arbeiten oder besser mit Menschen um Dich herum? Wenn Du hier sehr viele Dinge auflistest, mach Dir auch Gedanken dazu, welche Punkte erfüllt sein müssen und welche optional sind.   

6. WELCHE POSITION HÄTTEST DU GERNE INNE UND WAS MÖCHTEST DU DABEI VERDIENEN? 

Da Dein zukünftiges Gehalt unter anderem von Deiner Position abhängt, solltest Du Dir die Frage stellen, wieviel Verantwortung Du übernehmen kannst und willst. Dabei ist es sinnvoll, in kurz- und langfristigen Zielen zu denken. Denn so kannst Du Dir bewusst machen, welche Hierarchieebene Du anstrebst. 

Zielsetzung: Weiterbilden für den Zukunftsjob

Du weißt jetzt, wo Du beruflich hinmöchtest? Und hast die Frage „Welcher Beruf passt zu mir?“ erfolgreich beantwortet. Das ist die beste Voraussetzung, um herauszufinden, welches Wissen und welche Fähigkeiten Dir zur Erreichung dieses Berufes fehlen. Denn durch lebenslanges Lernen kommst Du schneller ans Ziel. Und an den Traumjob.  

Mach Dir hierfür am besten eine Liste mit Hardskills, die Du für Deinen Traumjob benötigst. Und mache Dich auf Basis dieser auf die Suche nach einer Weiterbildung. In unserem Weiterbildungskatalog findest Du zahlreiche Weiterbildungen in Zukunftsbereichen. Nutze am besten die Filterfunktion, um Deinen Bereich auszuwählen und die Optionen einzuschränken. Gehe anschließen Schritt für Schritt durch die potentiellen Weiterbildungen. Auf den Detailseiten der Weiterbildungen findest Du auch die Inhalte des Kurshandbuchs. So erkennst Du sofort, ob Deine fehlenden Hardskills mit der Weiterbildung abgedeckt werden. Und wenn Dir das nicht reicht, kannst Du auch den Weiterbildungs-Check machen: dieser Test zeigt Dir in kurzer Zeit und anhand weniger Fragen, welche Weiterbildung zu Dir passt und Dein Vorwissen optimal ergänzt.

Nichts verpasst – zusammengefasst:

Die Suche nach dem Beruf, der wirklich zu einem passt ist ein Prozess. Die Vorstellungen und Werte verändern sich mit der Zeit und so auch der Berufswunsch. Und die Basis eines Jobs der Spaß macht und zur Erfüllung der persönlichen Ziele beiträgt ist: Diesen in Einklang mit den individuellen Charaktereigenschaften, Stärken und Schwächen zu bringen. Die Frage „Welcher Beruf passt zu mir?“ ist also erst der Anfang, einer umfänglichen Analyse der eigenen Persönlichkeit und Ziele. Doch der Aufwand lohnt sich, um den Beruf zu finden, der auf Dauer zufrieden und glücklich macht. 

Ich lebe in Innsbruck und bin Redakteurin an der IU Akademie. Ich liebe gute Magazine, das Schreiben und die Berge - ob im Sommer zum Wandern oder im Winter auf der Piste. Wenn es für mich mal nicht in die Natur geht, rolle ich auch gerne die Yogamatte aus oder tausche die Tastatur des Laptops gegen die Tasten am Klavier.
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Sinja Burgemeister
Autorin & Redakteurin IU Akademie
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