Weiterbildung im Lebenslauf: Ein überzeugendes Argument?

TIPPS | 4 MIN. LESEZEIT

01.09.2021
Von Sinja Burgemeister


Weiterbilden für die Karriere  

Lebenslanges Lernen ist derzeit hoch im Kurs. Das hat zwei Gründe: Zum einen müssen Skill-Gaps aufgrund der Digitalisierung in fast allen Berufen geschlossen werden. Zum anderen greift der demografische Wandel und viele Arbeitnehmende müssen umgeschult werden, um auf die neuen Positionen und Berufe am Arbeitsmarkt vorbereitet zu werden. Weiterbildung wird daher auch in Zukunft immer wichtiger. Doch wie platzierst Du Deine Weiterbildung im Lebenslauf richtig? Und wie wird diese für Dich bei der Jobsuche zum Vorsprung? Unsere Tipps zur erfolgreichen Jobsuche dank Weiterbildung findest Du im folgenden Artikel.  

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Zeitgemäß weiterbilden für Zukunftsjobs

Eine gute Weiterbildung bedeutet größere Arbeitsplatzsicherheit und mehr Freude am Bewältigen neuer Herausforderungen. Und fördert zudem die persönliche Weiterentwicklung. Dadurch eröffnen sich für Personen in Festanstellung neue Möglichkeiten innerhalb des Unternehmens - sei es die Chance auf Beförderung oder mehr Gehalt. Als auch für Arbeitssuchende: Denn eine Weiterbildung steigert den eigenen Wert auf dem Arbeitsmarkt. Dabei ist es wichtig bei der Wahl der Weiterbildung genau auf die Qualität und Aktualität der Inhalte zu achten. Denn es entwickeln sich immer wieder neue Berufsfelder und Spezialisierungen, für die es nicht gleich eine mehrjährige Ausbildung braucht, die Du Dir aber über eine Weiterbildung erschließen kannst.  

Auch wenn häufig die Rede davon ist, dass der technologische Fortschritt Arbeitsplätze abbaut: Die Realität sieht anders aus. Dieser Wandel hat in Deutschland bislang nicht zu weniger Arbeit geführt, sondern zu einer Umschichtung von Arbeitsplätzen und Arbeitskräften. So schreibt es auch das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit. Diese Umschichtung bewirkt, dass die Jobs für hochqualifizierte Personen zunehmen. Und die Tätigkeiten von Beschäftigten mit geringeren Qualifikationen abnehmen. Untermauert wird das durch die grafisch dargestellte Erhebung von Statista. Doch Qualifikationen lassen sich erlenen – zum Beispiel mit der richtigen Weiterbildung.  

Unsere Tipps: Erfolgsversprechende Weiterbildungsbereiche

Damit sich Deine Weiterbildung auch wirklich auszahlt, ist die Relevanz der Inhalte für zukünftige Berufe also bedeutend. Und genau mit diesem Thema beschäftigt sich die IU Akademie tagtäglich - um arbeitssuchende und Personen, die ihre Karriere verändern wollen, bestmöglich mit einer gefragten Weiterbildung auf die Zukunft vorzubereiten. Wir haben ein paar Tipps für Dich, um Dir die Entscheidung für eine Weiterbildung zu erleichtern. 

Einige Bereiche, die heute und in Zukunft Arbeitsplätze sichern und für Deine Weiterbildungsentscheidung beachtet werden sollten sind sowohl im digitalen als auch sozialen Bereich zu finden. Es lässt sich also für alle arbeitssuchende Personen, die motiviert sind einen neuen Weg einzuschlagen, der richtige Kompetenzbereich mit Zukunftspotential finden. Besonders viel Potential steckt in Weiterbildungen die den Umgang mit Robotern, digitaler und virtueller Kommunikation und Produktinnovationen zu tun haben. Aber auch soziale Aspekte in Unternehmen sind stark im Kommen: Sei es die Möglichkeit, eine neue Rolle im Team und in der Führung zu übernehmen, für das Wohl der Mitarbeitenden zu sorgen oder im Bereich HR innovative Wege zu gehen. Wenn Du besonders gut mit Zahlen umgehen kannst, machst Du mit einer Weiterbildung, die Dich auf das Finden, Aufbereiten, Analysieren und Produzieren von Daten und Informationen mit Hilfe von digitalen Tools vorbereitet mit Sicherheit nichts falsch. Die Datenmengen wachsen schließlich stetig. Und so auch der Bedarf an Mitarbeitenden: Insbesondere der Umgang mit Datenströmen und das Berufsbild des Data Scientist. Folgt Deine Weiterbildung den aktuellen Arbeitsmarkt-Trends, bist Du vielen Mitbewerber:innen schon einen Schritt voraus. 

Soft Skills: Unterschätzte Erfolgsversprecher

Eine Weiterbildung bereitet Dich aber nicht nur auf den Arbeitsmarkt von morgen vor, sie erweitert auch Deine Soft-Skills. Und das ist den Recruiter:innen und Mitarbeitenden der HR Abteilung durchaus bewusst. Denn eine Weiterbildung zeigt auch, dass Du bereit bist, Dich Weiterzuentwickeln, neue Herausforderungen anzunehmen und selbstständig Deine Ziele zu verfolgen. Damit verschaffst Du Dir neben dem Wissensvorsprung auch Pluspunkte im Bereich Soft Skills. Und genau diese Soft Skills sind ein wesentlicher Erfolgsfaktor bei der Bewerbung und für Deine Karriere. Der Wert der nicht-fachlichen Kompetenzen gewinnt für arbeitgebende Unternehmen und Personaler bereits seit Jahren an Relevanz. Sie ergänzen nicht nur die sogenannten Hard Skills, in ihnen stecken auch fachübergreifende Schlüsselkompetenzen im Umgang mit anderen Menschen und mit sich selbst. Doch welche Soft-Skills werden von Personaler:innen häufig als Pluspunkt bei der Bewerbung genannt? Und wie hängt das mit Deiner Weiterbildung zusammen?  

Mit folgenden 10 Soft-Skills kannst Du in Bewerbungsverfahren punkten:  

  • Auffassungsgabe 
  • Selbstmanagement 
  • Zielorientierung 
  • Zuverlässigkeit 
  • Engagement 
  • Selbstreflexion 
  • Ehrgeiz 
  • Eigeninitiative 
  • Belastbarkeit 
  • Leistungsbereitschaft 

Der Vorteil einer Weiterbildung liegt damit nicht nur auf den fachlichen Fähigkeiten. Mit Deiner Weiterbildung beweist Du sowohl Ehrgeiz und Zielstrebigkeit als auch Eigeninitiative und Leistungsbereitschaft. Und kannst in der Bewerbung schon mit den meistgefragten Soft-Skills punkten. 

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Hard Skills: Qualität statt Quantität

Personaler entscheiden im Schnitt bereits nach 6 Sekunden, ob eine Bewerbung gefällt oder nicht. Darum solltest Du, bevor du Deine Weiterbildung im Lebenslauf aufnimmst, berücksichtigen, ob diese für das Unternehmen und Deine gewünschte Position relevant sind. Welchen konkreten Nutzen Dein neu erlerntes Wissen also für die Firma hat. Bei einigen Weiterbildungen werden zukünftige Berufsfelder bereits angegeben: Orientiere Dich an diesen, damit Deine Weiterbildung auch wirklich zu Deinem Traumjob passt.  

Wenn Deine Weiterbildung also mit der Wunschposition im Unternehmen übereinstimmt, kommt es darauf an die Hard Skills in der Bewerbung aufzuführen, die Du mit Deiner Weiterbildung erlangt hast. Und das am besten kurz und knapp – um schnell zu überzeugen. Reduziere Dich bei Deinen Angaben also lieber auf die Kompetenzen, die am besten zur ausgeschriebenen Stelle passen: Qualität vor Quantität. Vollständig müssen die Angaben dennoch sein, um zu überzeugen.  

Deine Weiterbildung im Lebenslauf richtig aufführen:

Den Bezug zur anvisierten Stelle herstellen
Dauer und Jahr der Weiterbildung angeben (Zeitangabe in Monat und Jahr)
Art der Weiterbildung aufführen
Kurstitel angeben (Bei internationalen Unternehmen den englischen Titel wählen)
Name des Bildungsträgers nennen
Möglich: Zeitlicher Umfang der Maßnahme (Wochenstunden) und Abschlussbezeichnung hinzufügen

Nichts verpasst – zusammengefasst:

Um mit einer Weiterbildung den Lebenslauf aufzupolieren, sollte diese sowohl Relevanz am Arbeitsmarkt als auch den Bezug zur Wunschposition und dem gewünschten Unternehmen haben. Stimmen diese Punkte, kann eine Weiterbildung in Sachen Soft- als auch Hard-Skills überzeugen. Denn Personaler:innen achten immer häufiger auf Lernbereitschaft und Eigeninitiative. Eine Weiterbildung sagt damit nicht nur etwas über den Wissensstand, sondern auch über die persönliche Motivation aus. Werden diese Vorteile noch in ihrer Richtigkeit in die Bewerbungsmappe gepackt, wird die Weiterbildung zum Bewerbungs-Vorsprung.  

Ich lebe in Innsbruck und bin Redakteurin an der IU Akademie. Ich liebe gute Magazine, das Schreiben und die Berge - ob im Sommer zum Wandern oder im Winter auf der Piste. Wenn es für mich mal nicht in die Natur geht, rolle ich auch gerne die Yogamatte aus oder tausche die Tastatur des Laptops gegen die Tasten am Klavier.
Sinja Burgemeister
Autorin & Redakteurin IU Akademie

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